AFC Championship: Pittsburgh @ New England

In der Nacht von Sonntag auf Montag um 0:40 Uhr deutscher Zeit (SAT1) spielt die AFC ihren Champion aus. Schaffen es die New England Patriots um Tom Brady zum neunten Mal als AFC Champion in den Super Bowl einzuziehen oder kann Ben Roethlisberger mit den Pittsburgh Steelers die Chance auf den siebten Super Bowl Sieg aufrechterhalten? Uns steht ein wahrer Krimi bevor!

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Pittsburgh Steelers

Im AFC Divisional Game konnten sich die Männer von Headcoach Mike Tomlin mit 18:16 gegen die Kansas City Chiefs durchsetzen. Zwar konnte Pittsburgh keinen einzigen Touchdown erzielen, doch dank Kicker Chris Boswell gelang ihnen der Sieg. Boswell konnte sechs von sechs Fieldgoal-Versuchen erfolgreich verwerten und sicherte sich somit einen Platz in der NFL-Geschichte mit den meisten erzielten Fieldgoals in einem Playoffspiel.

Quarterback Ben Roethlisberger machte dennoch kein schlechtes Spiel. Er konnte mit seiner Offense 34:13 Minuten auf dem Platz stehen und erzielte 224 Passing Yards (7.2 Yards pro Spielzug). Auch seine beiden Kollegen Antonio Brown und Le’Veon Bell waren wieder „on fire“. Bell bekam 30 mal den Ball und lief 170 Yards (5.7 Yards pro Spielzug), Antonio Brown konnte den Ball sechs mal fangen und erzielte stolze 108 Yards (18.0 Yards pro gefangenen Ball). Dennoch langte es nicht zu einem Touchdown.

In der Red Zone der Kansas City Chiefs konnten die Gegner in der Regular Season nur zu 45.61 % punkten (Platz 4), woran sich auch die Steelers die Zähne ausbeisen mussten. Pittsburgh tat sich gegen eine gute Pass Defense (0.7 Touchdowns in den letzten drei Spielen) und eine exzelennte Rushing Defense (0.3 Touchdowns in den letzten drei Spielen) sichtlich schwer. Da konnten weder Bell noch Brown etwas ausrichten.

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Im Spiel gegen New England muss vor allem die Offense zeigen, was sie kann.  Pittsburgh konnte in der Regular Season 262.6 Passing Yards pro Spiel (Platz 5) und 110.0 Rushing Yards pro Spiel (Platz 14) erzielen. In den Playoffs ist das Passing Game zwar mit 203.0 Yards pro Spiel (Platz 8) im Vergleich zu den anderen Mannschaften nicht so gut, doch sticht hier ganz klar das Rushing Gamer hervor. Mit 175.0 Yards pro Spiel sichern sich die Steelers ganz klar Platz 1 in den Postseason.

Ein weiteres Augenmerk wird die Defense sein. Um gegen die Starke Pass Offense der New England Patriots nicht völlig unterzugehen, muss die Defense vor allem eines zeigen: Druck gegen Tom Brady. Dass die Defense in der ersten Hälfte der Regular Season wirkliche Probleme in der Pass- und Laufverteidigung hatte, ist momentan kaum noch vorstellbar. Das Hauptproblem in der ersten Hälfte der Regular Season war, dass die Steelers nur zu 25.7 % geblitzt haben und nach Week 9 noch auf dem letzten Platz bei Sacks standen (1.1 Sacks pro Spiel). Und das von einer Mannschaft, die einst als „Blitzburgh“ in die Geschichtsbücher eingegangen ist.

Also musste sich Defensive Coordinator Keith Butler etwas einfallen lassen. Er stellte das Spiel auf mehr Druck um und so ging die Aufholjagd los. Zwischen Week 9 und Week 17 konnten die Steelers ganze 30 Sacks verbuchen, kein Team erzielte in diesem Zeitraum mehr! Die Rückkehr von Bud Dupree (4.5 Sacks/Spiel in den letzten vier Spielen der Regular Season) half Pittsburgh, sich aus der „Defense Krise“ heraus zu winden. Hinzu kommt, dass die Steelers sich auf ihre alten Stärken besonnen haben und in der zweiten Saisonhälfte bei 43 % aller Defense Snaps einen Blitz gespielt haben.

Der Sieg für Pittsburgh ist nicht unmöglich. Es muss nur eine ausgewogenen Tendez zwischen der Offense und der Defense erkennbar sein. Pittsburgh darf Tom Brady keine Zeit geben. Wenn er Zeit hat, dann kommen seine Pässe an. Doch wie man es in der ersten Hälfte gegen Houston sehen konnte. Auch ein Tom Brady wirft unter Druck Fehlpässe.


New England Patriots

Durch ihren am Ende klaren 34:16-Sieg gegen die Houston Texans, sicherten sich die Patriots den Einzug in das AFC Championship Game. Es war kein leichtes Spiel in der ersten Halbzeit für New England. Trotz der für ihre Verhältnisse niedrigen Führung zur Halbzeit (17:13), kam die Mannschaft aus Foxborough extrem stark und selbstbewusst aus der Kabine.

Quarterback Tom Brady zeigte wieder ein sehr gutes Spiel, obwohl er anfangs seine Schwierigkeiten hatte. Houston konnte ihn geschickt unter Druck setzen und zwei Interceptions erzwingen, darauf kann die Defense der Texans stolz sein. Sie haben Tom Brady zu so viel Interceptions gezwungen wie in der ganzen Regular Season. Er erzielte 287 Yards bei 18 erfolgreich angebrachten Pässen und konnte zwei Touchdowns auf sein Konto verbuchen.

Für die Defense der Houston Texans war es schwer auszumachen zu wem er passte. Das macht sich an der Statistik bemerkbar. Er verteilte die Bälle an acht verschiedene Reciever. Sein bester an diesem Abend, Julian Edelman, konnte bei acht gefangenen Bällen 137 Yards erzielen (17.1 Yards pro Spielzug). Die zwei Receiving Touchdowns können sich Dion Lewis und James White in die Statistik eintragen lassen. Das Rushing Game war allerdings so gut wie nicht vorhanden. Alle Running Backs konnte zusammen im Spiel nur 98 Yards laufen und keinen Touchdown erzielen.

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Nun treffen die New England Patriots zum zweiten mal in dieser Saison auf die Männer von Headcoach Mike Tomlin. Im ersten Spiel in Week 7 konnten sie sich klar mit 27:16 im gegnerischen Heinz Field durchsetzen. Brady erzielte damals 222 Yards bei 19 geworfenen Bällen, erzielte zwei Touchdowns und keine Interception. Zudem wurde er kein einzigses mal gesacked. Man muss aber auch dazu sagen, dass Ben Roethlisberger, der Quarterback der Pittsburgh Steeler, in dieser Zeit verletzt war und sein Backup Landy Jones gespielt hat (281 Yards, 1 TD, 1 INT).

Ob es dieses mal wieder so ein klarer Sieg für die Patriots wird? Es spricht viel dafür aber auch einiges dagegen. Es wird ein Spiel der Quarterbacks werden. Brady konnte, trotz seiner Sperre am Anfang der Saison, 3.554 Yards (Platz 20), 28 Touchdowns (Platz 7), zwei Interceptions und ein durchschnittliches Quarterback Passer Rating von 112.2 erzielen. Die Defense der Steelers lies in der Regular Season nur 1.2 Passing Touchdowns pro Spiel zu (Platz 5). Im Gegenzug steht New England mit 2.0 Passing Touchdowns pro Spiel (Platz 5) gegenüber.

New England lies gegen 12 der letzten 15 Mannschaften weniger als 20 Punkte zu. In der gesamten Regular Season waren es sogar nur durchschnittlich 15.6 Punkte pro Spiel (Platz 1). Zum Vergleich: Pittsburgh steht mit durchschnittlich 19.7 Punkten pro Spiel auf Platz 8. Es wird also entweder ein High Scoring Game oder ein Low Scoring Game, je nachdem welche Stärken die Teams an den Tag legen. Es spricht auf jeden Fall einiges dafür, dass es eines der interessantesten Spiele in den Playoffs  werden kann.

Wer wird also als Gewinner vom Feld gehen? Ist es die stärkste und konstanteste Mannschaft seit Jahren, die New England Patriots, mit ihrem viermaligen Super Bowl Champion Tom Brady? Oder heißen am Ende die Sieger Pittsburgh Steelers, die den Super Bowl-Rekord mit sechs Vince Lombardi Trophys halten? Das Spiel wird ein wahrer Krimi werden!

Max

Photo Credit: Keith Allison

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