AFC Divisional Round: Houston @ New England

Am Sonntag früh um 02:15 Uhr (SAT.1) startet die beste Mannschaft der AFC, die New England Patriots, gegen die Houston Texans in die Playoffs. Kann Tom Brady die Patriots zu einem sicheren Sieg führen oder schaffen es die Houston Texans den Super Bowl-Favoriten aus Foxborough ins straucheln zu bringen?

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Houston Texans

Die Houston Texans konnte im Wild Card Game gegen die Oakland Raiders souverän mit 27-14 siegen. Endlich konnten die Texans ihren Quarterback in Szene setzen, wie sie es eigentlich auch schon gerne in der Regular Season gehabt hätten. Der 72 Millionen Dollar teure Quarterback Brock Osweiler, führte seine Mannschaft vor heimischer Kulisse – in der er vor ein paar Wochen noch unter Buh-Rufen ausgewechselt wurde – zum Sieg. Die Statistiken von Osweiler sind überzeugend: 14/25 Pässe, 168 Yards, 6.7 Yards pro Spielzug, einen Touchdown, keine Interception und kein Sack.

Dennoch war es ein glücklicher Sieg. Wären die Oakland Raiders mit ihrem Starting Quarterback Derek Carr angereist, hätte es nicht so glimpflich für die Texans ausgehen können. Carr und sein Backup Quarterback verletzten sich in den Spielen zuvor, somit musste ein Rookie, bei den Houston Texans antreten und sein Debut in einem Playoffspiel geben. Er war damit der erste Quarterback, dem dieses „Kunststück“ gelang. Die Defense der Heimmannschaft hatte jedoch leichtes Spiel mit Connor Cook: drei Interceptions und drei Sacks standen am Ende auf dem Statistikbogen.

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Doch gegen die New England Patriots wird es kein so einfaches Spiel wie gegen die Oakland Raiders werden. Im Vordergrund muss vor allem die Defense ihre Arbeit gut machen, um Tom Brady und seine Offense stören zu können. Houston konnte in der vergangenen Regular Season den gegnerischen Quarterback im Durchschnitt zwei Mal pro Spiel Sacken. Doch gegen die starke O-Line der Patriots wird es schwerer werden. Diese ließen in der ganzen Regular Season nur 15 Sacks gegen Tom Brady zu.

Um Houston Punkte zu bescheren, wird Wide Receiver DeAndre Hopkins eine wesentliche Rolle spielen. Gegen Oakland konnte er bei fünf gefangenen Bällen im Schnitt 13.4 Yards laufen und einen Touchdown erzielen. Ob das gegen eine Passing Defense langt, die im Durchschnitt nur 238 Yards pro Spiel (Platz 12) zulässt, bleibt fraglich.

Es ist bekannt, dass Houston nur wenige Chancen hat New England zu schlagen. Doch eine Chance wäre vor allem die Passing Defense. Sie liegt mit durchschnittlich 202 Yards pro Spiel auf Platz 2 aller NFL Teams. Gegenüber steht die viertbeste Offense, wenn es um Passing Yards pro Spiel geht. Ganze 269 Yards pro Spiel kann Tom Brady an seine Passempfänger verteilen.

Die Houston Texans sind auf jeden Fall heiß. Sie wollen sich an der 27-0 Niederlage in Week 3 rächen. Ob ihnen das gelingt und ob Osweiler wieder ein gutes Spiel zeigen wird? Wir sind gespannt!


New England Patriots

Nach einer Bye Week als erstplatzierter in der AFC starten die New England Patriots gegen Houston in die Playoffs. Es war eine richtig gute Regular Season für New England, sie sind allen Erwartungen gerecht geworden und konnten souverän die Playoffs erreichen. Mit 14 Siegen und zwei Niederlagen (Seahawks, Bills) sicherten sie sich den ersten Platz in der AFC East. Und das obwohl Tom Brady die ersten vier Saisonspiele zuschauen musste und sich sein Backup Jimmy Garoppolo auch noch verletzte.

Ein herber Rückschlag Anfang Dezember lies die Freude über starke Saison etwas dämpfen. Tight End Rob Gronkowski musste sich einer Bandscheiben-OP unterziehen (seine 3. Bandscheiben-OP im Alter von 27 Jahren) und fällt für den Rest der Saison aus. Er konnte letzte Saison 1,176 Receiving Yards und elf Touchdowns für New England erzielen. Martellus Bennett, der zweite Tight End hinter Gronkowski, konnte ihn relativ gut vertreten. Er erzielte 701 Yards, 12.7 Yards im Durchschnitt pro Spielzug und sieben Touchdowns.

Dass die Offense auch ohne Gronkowski auskommt, belegen die überragenden Statistiken der New England Patriots: 6180 Total Yards (Platz 4), 269.3 Passing Yards pro Spiel (Platz 4), 117.0 Rushing Yards pro Spiel (Platz 7) und durchschnittlich 27.6 Punkte pro Spiel (Platz 3).

Nicht nur die Offense war diese Saison „on fire“, sondern auch die Defense: 5223 Total Yards (Platz 8), 237.9 Passing Yards pro Spiel (Platz 12), 88.6 Rushing Yards pro Spiel (Platz 3) und durchschnittlich nur 15.6 Punkte pro Spiel (Platz 1).

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New England ist also die einzigste noch verbliebene Mannschaft in den Playoffs, deren Offense UND Defense gleichzeitig in den Top 10 stehen. Dass die Patriots deshalb ein klarer Favorit auf den Super Bowl 51 sind, ist mit diesen Statistiken kaum zu leugnen.

Buchstäblich dazu beigetragen hat der Quarterback und MVP-Anwärter Tom Brady. Seine Saison war eine einzige Glanzvorstellung. 3,554 Yards (Platz 20), 28 Touchdowns (Platz 12), zwei Interceptions (Platz 1) und 296 Passing Yards pro Spiel (Platz 4). Dazu kommt noch, dass Tom Brady erst in Week 5 gegen die Brown in die NFL Season eingestiegen ist. Er hat Rekord um Rekord in dieser Saison aufgestellt. Beispielsweise das beste TD-INT Verhältnis in einer Saison (28 TD – 2 INT) in der NFL-Geschichte.

Dennoch macht die Patrtiots eine Sache verwundbar: die Special Teams. Normalerweise ist Stephen Gostkowksi ein sicherer Kicker, doch diese Saison hat er nur 27 Fieldgoals erzielt, seine niedrigste Bilanz seit 2010. Er verfehlte fünf von 32 Versuchen (84.4 %), seine niedrigste Bilanz in vier Seasons. Es werden böse Erinnerungen an die Partie in den Playoffs gegen die Denver Broncos letzte Saison wach. New England verlor 18-20. Gostkowski verkickte im ersten Viertel ein Extra Point und musste somit die Patriots in den letzten Minuten zu einer Two-Point Conversion zwingen um auf Gleichstand zu kommen – diese missglückte. New England schied gegen den späteren Super Bowl 50 Sieger aus.

Dass die Patriots klarer Favorit sind ist klar, dennoch darf man Houston nicht ganz abschreiben. Sollte Gostkowski einen schwachen Moment haben und die Defense von Houston die Passing Offense der Patriots im Griff haben, wird es auf jeden Fall ein spannendes Spiel im Gillette Stadium.

Max

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