AFC Wild Card: Oakland @ Houston

Am Samstag starten die Playoffs dort, wo sie am 6. Februar ihren Höhepunkt finden werden – im NRG Stadium zu Houston. Um 22.35 Uhr (Pro7 MAXX) treffen die Oakland Raiders (12-4) auf die Houston Texans (9-7). Beide Teams treten ohne einen echten Starting-Quarterback an, die Raiders verletzungsbedingt und die Texans leistungsbedingt. Wir dürfen also gespannt sein, wie sich beide Teams präsentieren und wer das bessere Ende für sich hat.

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Oakland Raiders

In einer knüppelharten AFC West waren die Raiders im gesamten Saisonverlauf das Überraschungsteam schlechthin. Quarterback Derek Carr (3937 YDS, 28 TD, 6 INT) spielte bis zu seiner bitteren Verletzung in Week 16 auf MVP-Niveau und führte sein Team zu einigen knappen und letztendlich verdienten Siegen. Unterstützt wurde er dabei von seinen Wide Receivern Amari Cooper (1153 YDS, 5 TD, 2 FUM) und Michael Crabtree (1003 YDS, 8 TD, 2 FUM). Auch das Laufspiel funktionierte äußerst gut, mit 1922 Yards belegten die Raiders letztendlich den sechsten Platz.

Das Sorgenkind der Franchise aus Oakland war hingegen immer die Defense. Sie mussten pro Spiel 375.1 Yards zulassen (Platz 26), in der Red Zone konnten die Gegner 57.89 % ihrer Drives mit einem Touchdown abschließen (Platz 24). Die meisten Spiele wurden nur knapp gewonnen (z.B. 35:34 @ Saints, 28:27 @ Ravens, 35:32 vs. Panthers) und mit 24.1 Punkten pro Spiel belegt die Defense lediglich Platz 20.

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Das Aufeinandertreffen mit den Houston Texans wird extrem spannend, da noch nicht einmal fest steht, ob Ersatz-Quarterback Matt McGloin auflaufen kann. Das erste Spiel ohne Derek Carr gegen die Denver Broncos (6:24) zeigte deutlich, wie stark die Raiders von ihrem Quarterback abhängig sind und mit den Texans wartet die zweitbeste Pass-Defense der Liga!

Auf Running Back Latavius Murray (788 YDS, 12 TD) wird also einiges an Arbeit zukommen, das Play-Calling der Raiders dürfte sich deutlich in Richtung Laufspiel verschieben. Die Texans lassen in dieser Saison 99.7 Rushing-Yards pro Spiel zu (Platz 12), vielleicht liegt hier eine Chance für die Raiders.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist das Pass Rushing der Raiders. Mit Khalil Mack und Bruce Irvin besitzen sie eines der Top 5-Rushing-Duos der Liga! Die Defense muss bei jedem Ballbesitz möglichst viel Druck auf den Quarterback der Texans ausüben, gerade Osweiler wirft in dieser Saison extrem unpräzise, wenn er unter Druck steht.

Hinter den Raiders steht also einige Fragezeichen. Kann die passlastige Offense ohne Carr bestehen? Finden sie genug Lücken in der Texans-Defense? Kann die Defense Spiele gewinnen? Wir dürfen gespannt sein!


Houston Texans

Die Saison der Franchise aus Houston hatte Höhen und Tiefen, eigentlich qualifizierten sie sich nur für die Playoffs, weil die Konkurrenz aus Indianapolis und Tennessee noch unkonstanter spielte. Superstar J.J. Watt konnte verletzungsbedingt nur drei Spiele bestreiten und ist seitdem auf der Injured Reserve-Liste – ein herber Verlust. Hinz kommen die wenig überzeugenden Leistungen des 72 Millionen Dollar teuren Quarterback Brock Osweiler, der in Week 15 unter Buh-Rufen der Fans auf die Bank verbannt wurde.

Da sich in Week 17 sein Ersatz Tom Savage aber verletzte, kehrt Osweiler zu den Playoffs als Starting Quarterback zurück aufs Feld. Es bleibt abzuwarten, ob er endlich eine Verbindung zu Wide Receiver DeAndre Hopkins findet und seine Pässe häufiger an den Mann bringt.

Gerade Hopkins hat eine schwache Saison hinter sich, er konnte nur enttäuschende 954 Yards und vier Touchdowns erzielen – in der Saison 2015/16 waren es 1521 Yards und 11 Touchdowns! Die Passing-Offense der Texans kam also nie richtig in Fahrt.

Ganz anders präsentierte sich hingegen die Defense – und das ohne J.J. Watt. Zwar legte kein Spieler überdurchschnittliche Zahlen auf, aber als Verbund funktionierte die Defense erstaunlich gut. Sie kassierten pro Spiel 20.5 Punkte (Platz 11), erlaubten 99.7 Rushing-Yards (Platz 12) und 201.6 Passing-Yards (Platz 2), in der Red Zone konnten die Gegner lediglich 52.27 % ihrer Drives verwerten (Platz 8).

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Für die Texans steht und fällt der Sieg mit der Leistung ihres Quarterbacks. Brock Osweiler warf in dieser Saison bereits 15 Interceptions, die Receiver bekamen kaum Bälle und die Passing Offense steht mit 199 Yards pro Spiel lediglich auf Platz 29. Die Texans müssen auf die schwächelnde Passverteidigung der Raiders hoffen (258 Yards per Game, Platz 24) und ihre Offense endlich in Fahrt bringen.

Aufgrund der schwierigen Quarterback-Situation auf beiden Seiten kommt auch dem Laufspiel mehr Bedeutung zu. Hier konnten die Texans mit 116.2 Yards pro Spiel (Platz 8) überzeugen, bester Läufer war Lamar Miller mit 1073 Yards und 5 Touchdowns.

Es wird interessant zu sehen, wie sich beide Teams präsentieren. Die Raiders müssen ihr Spiel auf Grund der Verletzung von Carr enorm umstellen. Die Texans können sich hingegen auf ihre starke Defense verlassen und darauf hoffen, dass Osweiler seinem teuren Vertrag endlich gerecht wird. Doch auch mit einer unterdurchschnittlichen Leistung ihres Quarterbacks, haben die Texans bewiesen, dass sie Spiele gewinnen können.

Nicolas

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