NFL Week 17: Die Gewinner und Verlierer

gewinner-und-verlierer

Gewinner:

Sam Bradford: Zwar konnten sich die Minnesota Vikings trotz ihrem Sieg gegen die Chicago Bears (38:10) nicht für die Playoffs qualifizieren, doch Sam Bradford konnte sich trotzdem freuen, denn er konnte einen neuen NFL-Rekord aufstellen. Mit 71,6 % Passgenauigkeit steht er nun auf Platz 1 vor Drew Brees mit 71,2 % im Jahr 2011. Auch seine Statistiken im Spiel gegen Chicago können sich sehen lassen: 25 von 33 Pässen angebracht, 250 Yards, 3 TD, 1 INT.

Leider konnten die Vikings nach einem äußerst guten Start (5:0) die guten Leistungen nicht wiederholen und verloren sechs der folgenden sieben Spiele. Ein Manko der Offense war die mangelnde Effizienz in der Red Zone, lediglich 48 % ihrer Angriffe konnten sie erfolgreich mit einem Touchdown beenden (Platz 28).

Wie es für Sam Bradford in der nächsten Saison weiter geht ist jedoch ungewiss. Wenn Teddy Bridgewater wieder fit ist, wird es ein heißer Kampf um den Startplatz als Quarterback –Bradford hat seit dieser Saison aber ein Argument mehr auf seiner Seite.

Michael „BOOM“ Floyd: Am Sonntag hatte er gegen die Miami Dolphins (35:14-Sieg) sein zweiten Auftritt für die New England Patriots und er landete sofort einen Volltreffer! Floyd konnte einen Receiving Touchdown erzielen und zeigte beim 77-Yard-Touchdown von Julian Edelman einen Megablock, an den sich die Fans noch lange erinnern werden.

Der 1st Round Pick aus dem Jahr 2012 war erst Mitte Dezemeber von den Arizona Cardinals zu New England gewechselt und es stand ein großes Fragezeichen hinter seiner Professionalität. Sollte er jedoch weiterhin solche Momente haben, könnte er sogar zum Puplikumsliebling heranreifen. Uns hat er jedenfalls restlos begeistert!

Tyreek Hill: Die Kansas City Chiefs konnten sich am letzten Spieltag die Krone in der AFC West aufsetzen, auch dank ihres Rookie-Wide Receivers Tyreek Hill! Der 22-Jährige wurde erst in der 5. Runde gedrafted, dank seiner Schnelligkeit und Agilität ist er jedoch schon jetzt fester Bestandteil der Offense der Chiefs.

In seiner ersten Saison konnte er sechs Receiving-Touchdowns und drei Rushing-Touchdowns erzielen. Als Returner im Special Team konnte er weitere drei Touchdowns erzielen und somit einen neuen Rekord aufstellen. Er ist der erste Spieler der NFL-Geschichte, der in einer Saison mindestens zwei Punt-Return-Touchdowns, zwei Receiving-Touchdowns, zwei Rushing-Touchdowns und einen Kick-Return-Touchdown erzielen konnte.

Drew Brees: Der 37-jährige Quarterback der New Orleans Saints streubte sich in dieser Saison mit allen Mitteln dagegen, die Playoffs von der Couch aus verfolgen zu müssen. Leider vergeblich … mit einer Bilanz von 7-9 reichte es für die Saints in der NFC South nur für den dritten Platz.

Ein erfreuliches Ende gab es für Drew Brees persönlich aber doch noch. Er führte die beste Passing Offense der Liga an und konnte mit unfassbaren 5.028 Passing-Yards den Rekord für die meisten Saisons mit über 5.000 Passing-Yards aufstellen. Dieses Kunststück gelang ihm in seiner Karriere bereits zum fünften Mal und man hat das Gefühl, dass er noch lange nicht genug hat. Wir freuen uns bereits auf die kommende Saison mit ihm, vielleicht gibt es dann auch wieder Playoffs in „The Big Easy“.

Verlierer:

Cam Newton: Letzte Saison noch Super Bowl-Teilnehmer und MVP, ist Cam Newton dieses Jahr nur ein Schatten seiner selbst. Im Spiel gegen die Buccaneers zeigte er, dass es nicht seine Saison war. Zwar konnte er 237 Yards werfen, doch er erzielte nur einen Touchdown und warf drei Interceptions. So kennen wir Cam Newton nicht.

Ihm fehlt die Leichtigkeit aus der vergangenen Saison, oft wirkte er fast lustlos und die Panthers fanden kein Mittel zum Erfolg. Vergleicht man seine Statistiken der letzten beiden Saisons, sieht man, dass er letztes Jahr unfassbare 45 Touchdown erzielen konnte, dieses Jahr sind es hingegen nur 24! Anders als die Werbung für den NFL GamePass verlauten lies, war er in dieser Saison eben keine „Scoring Machine“.

Dazu kommt, dass sich die Panthers – der letztjährige Super Bowl Teilnehmer – nicht einmal für die Playoffs qualifizieren konnten. Es bleibt zu hoffen, dass sich Cam Newton nächste Saison wieder in seiner gewohnt lockeren Art zeigen wird.

Houston Texans: Die unendliche Geschichte auf der Suche nach einem Quarterback geht weiter, der letzte Spieltag der Regular Season lies die Fans der Texans mal wieder verzweifeln.

Wie bereits vermutet startete Tom Savage „under Center“, nach nur 5 Pässen für 25 Yards musste er im zweiten Viertel mit Verdacht auf Gehirnerschütterung auf der Bank platz nehmen. Für das Playoff-Spiel gegen die Raiders ist er fraglich. Für ihn übernahm wieder Brock Osweiler, der vor zwei Wochen von den eigenen Fans bei der Auswechslung ausgebuht wurde. Mit 21-40 Pässen, 253 Yards und einem Touchdown zeigte er die bekannten Probleme – zu unpräzise, zu ungefährlich und gerade unter Druck versagten ihm oft die Nerven.

Eigentlich haben die Texans in dieser Saison nichts in den Playoffs verloren, es war lediglich der schwachen Konkurrenz geschuldet, dass sie sich die AFC South sichern konnten. Das Wild Card Game gegen die Raiders wird trotzdem spannend, da sich nach Derek Carr auch Ersatz-Quarterback Matt McCloin verletzte und für das Spiel am Samstag fraglich ist.

EJ Manuel: Als am 27. Dezember Rex Ryan als Headcoach bei den Bills entlassen wurde, konnte EJ Manuel aufatmen. Unter dem 54-Jähringen erhielt Manuel eigentlich keine richtige Chance, sein Konkurrent Tyrod Taylor war gesetzt.

Am letzten Spieltag der Saison durfte Manuel wieder als Starting Quarterback gegen die vermeintlich schwachen New York Jets auflaufen und hatte die Möglichkeit, sich für die nächste Saison zu empfehlen. Seine Leistung war jedoch wenig überzeugend (9-20, 86 Yards) und im vierten Viertel übernahm Rookie Cardale Jones (6-11, 96 Yards) die Position des Spielmachers.

In den Medien wird schon länger darüber spekuliert, dass Jones im nächsten Jahr der Starter werden soll, für EJ Manuel würde erneut nur die Rolle als Backup bleiben, falls er nicht die Flucht zu einem anderen Team antritt. Mit seiner Leistung am Sonntag lieferte er jedoch kaum Argumente für einen Startplatz in der NFL.

Los Angeles Rams: Das erste Jahr der Rams in ihrer neuen Heimat hätte nicht schlechter laufen können, die 6:44-Klatsche gegen die Arizona Cardinals war der Tiefpunkt vor heimischer Kulisse. Die Fans durften in dieser Saison lediglich einen einzigen Heimsieg bejubeln, die anfängliche Euphorie ist schon längst verschwunden.

Es war erstaunlich, wie sich die Rams von den Cardinals an die Wand spielen ließen. Selbst ohne ihren besten Offensiv-Spieler David Johnson, der das Feld mit einer Knieverletzung früh verlassen musste, hatten die Cardinals keinerlei Probleme mit der Defense der Rams. Auf der anderen Seite zeigten sich bei den Rams die bekannten Probleme. Quarterback Jared Goff hatte enorme Probleme seine Receiver zu finden, er brachte nur 13 von 20 Pässen für 120 Yards an den Mann und für Running Back Todd Gurley (14 CAR, 40 Yards) ergaben sich kaum Räume.

Nach der schon fast legendären Entlassung von Jeff Fisher hilft den Rams im kommenden Jahr eigentlich nur eine absolute Top-Verpflichtung an der Seitenlinie. Das Team hat in allen Bereichen unfassbare Defizite obwohl viele Positionen mit äußerst talentierten Spielern besetzt sind. Die oft kritischen Fans in Los Angeles erwarten schnelle Erfolge, ansonsten könnte das Memorial Coliseum in Zukunft häufiger leer bleiben.

Max und Nicolas

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s