NFL Week 15: Die Gewinner und Verlierer

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Die Gewinner:

Steven Smith Jr.: Nicht nur den knappen Sieg gegen die Eagles und die damit verbundene Chance auf die Playoffs kann er diese Woche feiern, sondern auch seinen Weg nach ganz oben in der ewigen Receiving-Yards-Liste. Er hat Marvin Harrison auf Platz 8 verdrängt (14,580 Yards) und steht nun auf Platz 7 mit 14.612 Yards.

Tennessee Titans: Die Titans konnten sprichwörtlich in aller letzter Sekunde in Führung gehen und am Ende einen ganz wichtigen Sieg gegen die starken Kansas City Chiefs feiern. Der Matchwinner des Abends war der Kicker Ryan Succop. Durch sein 53 Yard Field Goal gewannen sie nicht nur mit 19:17 gegen ein Spitzenteam der AFC sondern konnten auch in ihrer Division mit den Houston Texans gleichziehen. Beide haben jetzt acht Spiele gewonnen und sechs verloren.

In der AFC South wird es also noch einmal spannend, zumal der letzte Spieltag entscheidend sein wird. Am 1. Januar spielen die Titans zuhause gegen die Texans, uns steht also ein heißes Duell um den Playoff-Einzug bevor!

Chicago Bears: Zwar haben die Chicago Bears keinerlei Chancen mehr in die Playoffs zu gelangen, doch von aufgeben und Kopf hängen lassen war im Prestigeduell gegen die Green Bay Packers nichts zu spüren. Man hatte das Gefühl, die Bears wollten ihren enttäuschten Fans noch ein Geschenk unter den Weihnachtsbaum legen!

Auch wenn es am Ende nicht ganz reichte, haben sie vor heimischer Kulisse alles gegeben und den großen Konkurrenten in der NFC North fast zu Fall gebracht. Kurz vor Ende der Partie stand es 27:27 Unentschieden, nur ein weiterer Geniestreich von Aaron Rodgers konnte die Packers wieder auf die Siegerstraße bringen. Sein langes Ei auf Jordy Nelson brachte die Packers in Field Goald Reichweite, letztendlich mussten sich die Bears mit 27:30 geschlagen geben.

Doch das Spiel lässt hoffen, die junge Truppe der Bears bewies Herz und zeigte enormes Potenzial. Nicht ganz zu Unrecht werden sie von Experten als das vielversprechendste der schlechten Teams angesehen. Wir sind gespannt auf die Zukunft!

Chris Boswell: Für die Pittsburgh Steelers war er der Mann des Abends. Mit sechs (!) Fieldgoals hat er den Sieg gegen die Cincinnati Bengals entschieden. Ganze 18 von 24 Punkten erzielte er durch seine Fieldgoals. Ihm können die Männer von Headcoach Mike Tomlin danken, dass sie noch im Playoff-Rennen sind. Boswell ist der erste Kicker in der NFL-Geschichte, der in einem Spiel 6 Field Goals verwandeln konnte, von denen mindestens 5 weiter als 40 Yards entfernt waren.

Auf der anderen Seite zeichnete er sich als Defense-Spezialist aus, als er den 72-Yard-Return der Bengals im allerletzten Moment aufhalten konnte. Sein beherztes Einschreiten verhinderte einen weiteren Touchdown der Bengals, wodurch sie wohl uneinholbar davongeeilt wären.

Mit dem 24:20-Sieg konnten die Steelers den Kopf noch einmal aus der Schlinge ziehen, der Showdown am nächsten Sonntag gegen die Baltimore Ravens entscheidet das Rennen um Platz 1 in der AFC North. Ein weiterer Krimi scheint vorprogrammiert!

Die Verlierer:

Brock Osweiler: Er ist DER Verlierer der Woche! Mit einer desaströsen Vorstellung gegen die Jacksonville Jaguars wurde er noch vor der zweiten Halbzeit von seinem Backup Quarterback Tom Savage ausgewechselt. Die Zuschauer in Houston waren vor Freude völlig aus dem Häuschen und konnten ihr Glück kaum fassen.

Die Statistiken sprechen ganz klar für die Auswechslung, denn Osweiler sind bei 6 Passversuchen zwei Interceptions unterlaufen. Er steht mit insgesamt 16 Interceptions auf Platz der NFL, was für den Headcoach und die Fans letztendlich zu viel war.

Osweiler steht nun unter Zugzwang, denn sein Backup konnte die Texans zu einem wichtigen Sieg im Rennen um die Playoffs führen. Im nächsten Saisonspiel wird er wohl erneut von der Bank zusehen müssen. Auch seine Zukunft bei den Houston Texans in den nächsten Jahren ist unsicher, angesichts der Vertragssumme von 73 Millionen Dollar ist er eine einzige Enttäuschung für die Franchise aus Houston.

Denver Broncos: Letztes Jahr noch Sieger im Super Bowl 50, dieses Jahr kaum noch Chancen auf die Playoffs. Die Denver Broncos enttäuschen auf ganzer Linie. Sie spielen die durchwachsenste Saison seit Jahren.

Ein großes Manko ist der Quarterback. Seit dem Karriereende von Payton Manning, läuft es einfach nicht mehr in der Offense der Broncos. Sie liegen mit 4574 Total Yards nur auf Platz 23, ihr aktueller Quarterback Trevor Siemian findet noch nicht in die Spielweise der Broncos hinein. In der wichtigen Partie gegen die New England Patriots konnte er keinen Touchdown erzielen, warf eine Interception und wurde ganze vier mal gesacked.

Für die Playoff-Ambitonen in der Mile High City ist das einfach zu wenig. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Denver Broncos nächstes Jahr wieder fangen und Trevor Siemian schnell Fortschritte machen wird.

Cincinnati Bengals: Bis zur Mitte des vierten Viertels konnten die Bengals ihre Führung gegen erschreckend schwache Pittsburgh Steelers verteidigen und die (geringen) Playoff-Chancen am Leben halten. Doch gerade als das Passspiel der Steelers immer besser in Schwung kam, erlaubten sich die Cincinnati Bengals gleich vier Strafen in Folge und mussten deshalb ganze 30 Yards zurückweichen!

Wer sich an das Playoff-Spiel der beiden Teams aus der vergangenen Saison erinnerte, dem kamen diese Szenen bekannt vor. Mal wieder haben sich die Bengals durch mangelnde Disziplin und unnötige Strafen um den Lohn gebracht. In der aktuellen Saison wurden die Bengals pro Spiel lediglich mit 46.1 Yards verwarnt (Platz 30), eigentlich haben sie ihre Nerven im Griff! Einzig bei „Unnecessary Roughness“ (120 Yards, Platz 5) belegen die Bengals einen der vorderen Plätze.

Warum sie in den Spielen gegen Pittsburgh immer wieder ein anderes Gesicht zeigen bleibt ein Rätsel. Die Steelers nutzten diese Einladung zur ersten Führung in diesem Spiel, die gleichzeitig den 24:20-Endstand sicherte. Für die Bengals rundete diese Niederlage eine durchwachsene und enttäuschende Saison ab, die verbleibenden beiden Saisonspiele gegen die Houston Texans und die Baltimore Ravens dienen nur noch als Kosmetik.

Bryce Petty: Wer so eine O-Line hat, braucht keine Feinde mehr! So oder so ähnlich könnte man die Szene beim Spiel der New York Jets gegen die Miami Dolphins beschreiben.

Das vierte Viertel war gerade wenige Sekunden alt, als der 25-jährige Quarterback der Jets förmlich zermalmt wurde! Die Absprache in der O-Line war wohl nicht perfekt, der Ball wurde zu früh gesnapt und die Pass-Rusher der Dolphins hatten leichtes Spiel. Quasi ohne Gegenwehr konnten sie in voller Geschwindigkeit in Richtung Quarterback sprinten. Das Ergebnis sind faszinierende Bilder, bei denen man sich auch mal kurz an die Rippen fassen muss.

Bei dieser Situation zog sich Petty eine Verletzung der Lunge zu, die momentan untersucht wird. Angesichts der Bilder ist es aber trotzdem verwunderlich, dass er nicht schwerer verletzt wurde. Wir wünschen gute Besserung und beim nächsten Mal mehr Unterstützung von der Offensive Line!

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