New York Giants – Die „Win Ugly“-Strategie

Die New York Giants haben dieses Jahr die „Win ugly“-Strategie perfektioniert. Knappe Spiele, viele 3rd und 4th Downs, entscheidende Sacks in wichtigen Momenten und Big-Plays zum richten Zeitpunkt für OBJ.

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Eines vorweg, die New York Giants sind kein dominantes Team im klassischen Sinne. Trotzdem zeigen sich Ähnlichkeiten zu den 2007er- oder 2012er-Giants, die völlig überraschend gegen die damals eigentlich unbesiegbaren New England Patriots den Super Bowl zu gewinnen konnten. Auf dem Papier sehen die Giants nicht gerade gut aus, doch sie sind in den Grundzügen ein ähnliches Team wie bei diesen beiden phänomenalen Erfolgen.

Starke Defense: Der Schlüssel zum Erfolg!

Eine starke Defense bringt die New York Giants Woche um Woche in eine gute Ausgangslage. Sie konnten am letzten Spieltag drei Quarter lang die hochgelobte Offense der Dallas Cowboys im Zaum halten und mussten lediglich einen Touchdown verschmerzen. Die Defense steht mit 4541 Yards aktuell auf Rang 14 und lässt im Durchschnitt 349.3 Yards pro Spiel zu. Nicht sehr beeindruckend, möchte man denken.

In der vergangenen Saison nutzen die Denver Broncos eine ähnliche Methode auf dem Weg zum Super Bowl-Sieg. Zwar ist die Defense der New York Giants momentan noch nicht auf diesem Level, doch wenn sie in den Playoffs heiß laufen, wird es für die Gegner ganz schwer werden. Die Defense kassiert im Durchschnitt 18.8 Punkte pro Spiel, Platz 7 aller NFL Teams! Außerdem lassen die Giants im Schnitt nur 5.1 Yards pro Spielzug zu – Platz 6.

Die Giants-Defense macht es nicht schön, dennoch effizient. Zwar hat sich ihr Top-Spieler Jason Pierre-Paul verletzt, doch hat die Defense gezeigt, dass es auch ohne ihn geht. Bis zu den Playoffs könnte er auch wieder ins Team rücken.
Die Tackles Damon Harrison and Johnathan Hankins sind in der Giants Run-Defense bestens verankert. Sie lassen pro Spiel durchschnittlich 92.7 Rushing-Yards (Platz 8) und pro Spielzug nur 3.6 Yards (Platz 3) zu. Mit einer aggressiven Laufverteidigung und einem starken Pass-Rush, haben die Giants das Zeug, um über einige Quarter hinweg die Offense der gegnerischen Mannschaft hinzuhalten und den Quarterback enorm unter Druck zu setzen. Alles im allem ist die Defense eine schwere Hürde für jede gegnerische Offense, dafür sprechen auch die 13 Interceptions der laufenden Saison.

Die Offense punktet mit Big-Plays!

Offensiv sind die Giants eher im hinteren Drittel der Statistiken zu finden. Doch sie haben eine Stärke, vor der sich jeder gegnerische Coach fürchtet – Big Plays! Die Giants haben das Zeug für den einen großen Spielzug, der das gesamte Spiel auf den Kopf stellt. Wenn der Ball in Odell Beckham Jr.’s Händen ist, hat der 24-jährige Wide Receiver das Potential zu punkten, egal wo er sich gerade auf dem Feld aufhält. Mit 1109 Yards liegt er aktuell auf Platz vier der NFL Receiver.

Auf der anderen Seite verschenken die Giants zu oft den Ball. Eli Manning ist eine wahre Turnover-Maschine (13 Interceptions, Platz 6). Und  trotz der Anwesenheit von OBJ sind die New York Giants eine mittelmäßige Pass-Offense: 6.9 Yards pro Spielzug (Platz 20), 23 Passing-Touchdowns (Platz 11) und Platz 20 im Passing Rating (87.8). New York befindet sich lediglich auf Platz 25 mit durchschnittlich 19.6 Punkte pro Spiel.

Im Gegensatz zum mittelmäßigen Passing existiert das Running-Game quasi überhaupt nicht! Nur 23.2 mal pro Spiel laufen die Giants (Platz 28) mit dem Ei in der Hand. Das hat zur Folge, dass sie pro Laufspielzug nur 3.4 Yards pro Laufspielzug erzielen (Platz 30) und nur fünf Rushing Touchdown erzielen konnten (Platz 29).

Mit vielen Schwächen in der gesamten Mannschaft – außer in der Defense – musste sich New York in fast allen Saisonsiegen an den Gegnern vorbeischleichen. Der Sieg gegen die Browns vor zwei Wochen, war der erste Sieg mit mehr als einem Touchdown unterschied.
Die anderen Spiele gewannen sie mit …

einem Punkt (20–19 gegen die Cowboys in Week 1),
drei Punkte (16–13 gegen New Orleans in Week 2),
vier Punkte (27–23 gegen die Ravens in Week 6),
sieben Punkte (17–10 gegen die Rams in Week 7),
fünf Punkte (28–23 gegen die Eagles in Week 9),
einem Punkt (21–20 gegen Cincy in Week 10),
sechs Punkte (22–16 gegen Chicago in Week 11) und
drei Punkte (10-3 gegen die Cowboys in Week 14).

Trotz offensichtlicher Schwächen, vor allem in der Offense, sind sie dieses Jahr wieder brandgefährlich. Wenn die Giants mit ihren Gegner Glück in den Playoffs haben, sagt die Statistik gar nichts darüber aus, wer am Ende als Sieger vom Platz geht. Sie besitzen ein paar wichtige Zutaten für den ganz großen Wurf: eine knallharte Defense, ein verheerendes Passspiel und ein gefährliches Big-Play-Konzept. Mit diesem System können sie jeden schlagen. Fragt einfach mal die Dallas Cowboys …

Max

 

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