Offener Brief an Basketball-Deutschland!

Nach Trier und den Artland Dragons stellt nun also auch Phoenix Hagen seinen Spielbetrieb ein, der dritte Verein in gerade mal zwei Jahren. Die Vereine der easyCredit Basketball Bundesliga haben ein Finanzproblem, das dürfte spätestens jetzt dem letzten Beobachter aufgefallen sein!

 

Nicht jedes Team ist auf Rosen gebettet wie Brose Bamberg oder die Basketballsbteilung des FC Bayern München – und diesen Klassenunterschied müssen wir wohl endgültig akzeptieren. Geld regiert auch die Basketball-Welt!

basketball_brief

Ich spreche mich ganz offen für eine Veringerung der Bundesliga auf 16 Teams aus. Das wäre der erste Schritt in die richtige  Richtung, daran führt (für mich) kein Weg vorbei.

Daraus würde eine stärkere Pro A resultieren, in der hoffentlich junge, deutsche Talente mehr Spielzeit bekommen und wichtige Erfahrungen sammeln können. Die Betriebskosten wären um ein vielfaches geringer und der Konkurrenzkampf und die Spannung in den Hallen höher.

Ich besitze das Glück, ziemlich genau zwischen Bamberg und Würzburg zu wohnen. Als Fan der Bamberger kann ich mich über knappe Niederlagen in der Euroleague ärgern, ich sehe als Coach einer U12-Mannschaft aber auch, wie viel Bamberg gerade in der Jugendarbeit investiert.

Auf der anderen Seite, kenne ich das Gefühl einer Stadt, die Angst um ihren Basketballverein hat. Vor wenigen Jahren stand Würzburg in der 2. Liga und die Führungsetage war das reinste Chaos.

Was hat den Würzburgern wieder nach oben geholfen, was kann jedem Basketballverein nach oben helfen? Ganz einfach! Seriöses Management, Ruhe im Umfeld und die Leidenschaft der Fans.

Liebe Basketballfans, wenn wir verhindern wollen, dass weitere Traditionsclubs ihren Spielbetrieb für immer einstellen müssen, dann hilft nur eines: Einsatz zeigen! Basketball bei Freunden und Bekannten ins Gespräch bringen, die lokalen Vereine unterstützen (egal ob EuroLeague oder Pro B) und daran arbeiten, das der Basketball auch im TV endlich den Stellenwert bekommt, den er verdient hat.

Mit Fernsehgeldern und breiter Medienaufmerksamkeit kommt Geld in die Vereinskassen, mit dem Geld kommt eine bessere Jugendarbeit – nicht nur in den Vereinen, auch in der gesammten Region – und mit der Jugendarbeit kommt der langfristige Erfolg und die Stabilität!

Mit sportlichen Grüßen

Nicolas

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