NFL Week 11: Die Gewinner und Verlierer

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Gewinner:

Bernie Beaudry: Es war DIE Szene des Spieltages! Die Spieler der Minnesota Vikings rennen gerade adrenalingeladen aus ihrem Tunnel aufs Feld, als plötzlich Bernie Beaudry, Tonmann beim Sender FOX, den Weg der Spieler kreuzt. Es passierte, was passieren musste … er bekam einen Blindsite Hit vom Allerfeinsten! Die Spieler der Vikings zeigten sich von dieser Unterbrechung völlig unbeeindruckt, währen Bernie wohl etwas benebelt am Boden lag. Zur Halbzeit sah man ihn zwar etwas zerbeult und mit kaputter Brille, aber trotzdem lächelnd an der Seitenlinie. Während manche Quarterbacks nach so einem Hit mit Gehirnerschütterung ausfallen, zeigte sich Bernie Beaudry ganz nach dem Mantra von Patriots-Coach Bill Belichick: DO YOUR JOB!

New York Giants: Bei den New York Giants könnte es momentan nicht besser laufen. Sie haben die letzten fünf Spiele Gewonnen (7-3) und stehen momentan auf Platz 2 in der NFC West hinter den Dallas Cowboys. Das würde momentan auch den Einzug in die Playoffs bedeuten. Zwar steht die Offense der Giants mit 339.9 Yards pro Spiel „nur“ auf Platz 20, dennoch kann sich die Angriffsabteilung um Eli Manning sehen lassen. Mit Odell Beckham Jr. haben sie den 7.besten Receiver der NFL (819 Yards) in ihren Reihen, mit Victor Cruz steht eine weitere Waffe unter Vertrag. Unfassbare 16.3 Yards erzielt Cruz durchschnittlich pro Catch!

Aber auch die Defense macht ihre Arbeit extrem zuverlässig. Zwar belegt die Defense nur einen Mittelfeldplatz (16, 354.9 Yards pro Spiel), dennoch kann sich ihre Leistung sehen lassen. Betrachtet man die Statistiken etwas genauer, fällt auf, dass die Giants den Meister der Interceptions in ihren Reihen haben: Landon Collins (5 Interceptions). Die Abwehr schafft es also regelmäßig, so viel Druck auf den gegnerischen Quarterback auszuüben, sodass er zu Fehlern gezwungen wird.Die

New York Giants haben ohne Frage das Potenzial, dieses Jahr in die Playoffs einzuziehen. Wie bei den Super Bowl Siegen 2007 und 2011, spielt die Mannschaft momentan etwas unter dem Radar. Vielleicht zeigen Sie im Januar und Februar ihr ganzes Talent?

James Harrison: Die Geschichte der Pittsburgh Steelers ist reich an überragenden Verteidigern! Seit Sonntag gesellt sich mit James Harrison eine weitere Legende zu diesem erlesenen Kreis. Der 38-jährige OLB der Pittsburgh Steelers führt dank einem Sack gegen Browns-QB Cody Kessler die interne Sack-Rangliste der Steelers an. Mit 77.5 Sacks für Schwarz-Gelb, hat er in seiner 14. NFL-Saison seinen ehemaligen Teamkollegen Jason Gildon (77 Sacks, 1994 bis 2003) vom Thron gestoßen.

Wer sich ein Bild von Harrison’s Arbeitseinstellung machen will, dem empfehlen wir den Instagram-Account des 125-Kilo-Kolosses! Fast täglich postet er hier seine unfassbaren Workout-Videos und lässt mit seinen 38 Jahren so einige Teamkameraden alt aussehen. Ein verdienter Gewinner der Woche!

Detroit Lions: Auch ohne Calvin „Megatron“ Johnson läuft es bei den Detroit Lions. Wer hätte das vor der Saison gedacht? Megatron hatte in seiner letzten Saison  1,214 Receiving-Yards und 9 Touchdowns erzielt, trotzdem reichte es nur für 7 Siege und 9 Niederlagen. Doch ohne ihn läuft es überraschend gut in Motown! Die Lions haben Green Bay und die so überragend gut gestarteten Minnesota Vikings hinter sich gelassen und liegen nun auf Platz 1 der NFC North.

Wäre das nicht schon genug, hat Quarterback Matthew Stafford einen echten Lauf. Er liegt aktuell auf Platz 12 mit 2,651 geworfenen Yards, hinzu kommen starke 18 Touchdowns und nur 5 Interceptions. Seine Leistungen sind gerade in engen Spielen äußerst beeindruckend. Die Detroit Lions sind also definitiv auf Playoff-Kurs. Das nächste Spiel wird entscheiden, denn am Donnerstag treffen die Lions auf die  zuletzt siegreichen Vikings. Der Showdown der NFC North! Wir sind gespannt auf diesen Leckerbissen … pünktlich zu Thanksgiving.

Doug Baldwin: Was war das bitte für ein Touchdown der Seattle Seahawks?! Wahnsinn. Es sind noch 7:39 im dritten Quarter zu spielen und die Seattle Seahawks zeigen ein Trick Play erster Sahne. Baldwin bekommt den Ball und wirft auf seinen QB Russell Wilson zum Touchdown. Die Philadelphia Eagles hatten letztendlich das Nachsehen und mussten sich mit 26:15 geschlagen geben. Doug Baldwin ist ohne Frage ein Gewinner der NFL Week 11.

Hier das Video! Pflichtprogramm für alle, die es verpasst haben.

Die Verlierer

Arizona Cardinals: Was ist nur mit Arizona los? Sie konnten in den letzten vier Spielen nur ein einziges gewinnen und stehen lediglich bei 4-5-1. Das Problem liegt ganz klar in der Offense. Die O-Line kann Carson Palmer einfach nicht beschützen. Ganze 3.1 mal pro Spiel wird er in dieser Saison gesackt, drittschlechtester Wert der Liga. Zwar bekommt er das Ei oft im letzten Moment los, für die Verteidigungsreihen ist das aber ein gefundenes Fressen. Im letzten Spiel gegen Minnesota hagelte es zwei Interceptions und vier Sacks. Das ist einfach zu viel, um in die Playoffs einzuziehen.

Zwar steht die Defense der Cardinals nach wie vor unangefochten auf Platz 1, ohne funktionierende Offense werden die Männer von Headcoach Bruce Arians die Playoffs aber wohl von der Couch aus verfolgen.

Kansas City Chiefs: Dass Kansas als Verlierer des Spieltages gilt, ist hoffentlich jedem klar. Die Chiefs haben in einem machbaren Spiel gegen die Tampa Bay Buccaneers mit 19:17 verloren. Und das, obwohl sie nach fünf Siegen am Stück äußerst gut in Form waren. In der AFC „Wild“ West liegen die Chiefs zwar weiterhin auf dem zweiten Platz, die richtig schweren Spiele gegen Denver (Week 12 + Week 16) und Oakland (Week 14) warten aber im Dezember auf die Männer von Headcoach Andy Smith. Um in die Playoffs einzuziehen, müssen sich die Chiefs im Vergleich zu Sonntag also deutlich steigern.

A.J. Green: Die Saison ist für ihn wohl leider gelaufen. Laut Medienberichten hat er sich im Spiel gegen die Buffalo Bills eine Muskelfaserverletzung im Oberschenkel zugezogen und wird voraussichtlich in dieser Spielzeit nicht mehr auflaufen können. Für die Bengals ist das unfassbar ärgerlich, da A.J. Green mit 964 Yards auf Platz 2 der Receiving-Statistik steht.

Nach den Abgängen von Mohamed Sanu und Marvin Jones war Green über weite Strecken der Alleinunterhalter im Spiel der Bengals. Wir dürfen gespannt sein, ob Cincinnati einen würdigen Ersatz-Receivier für den weiteren Saisonverlauf findet. Leicht wird es jedenfalls nicht, vermutlich sind durch die Verletzung des Top Receiviers alle Hoffnungen auf die Playoffs verloren.

Adam Vinatieri: Der 43-jährige Kicker der Indianapolis Colts hat am vergangenen Sonntag tatsächlich seine Weiße Weste beschmutzt! Nach 44 erfolgreichen Field Goals am Stück, hat er den 45. Versuch versemmelt. Und das aus gemütlichen 42 Yards. Die Kicker-Krankheit der Saison 2016/17 macht also auch vor der lebenden Legende nicht halt.

Dennoch liegt er weiterhin auf Platz 1 der sichersten Kicker aller Zeiten. Auf Platz 2 folgt ebenfalls ein Kicker der Colts, jedoch ist dieser schon lange in Rente. Mike Vanderjagt hat zwischen 2002 und 2004 immerhin 42 Field Goals erfolgreich verwandelt.

Angesichts der 12 vergebenen Extra Points an diesem Sonntag, wird einem beim Gedanken an Field Goal- und Extra Point-Versuche in (hoffentlich) knappen Playoff-Spielen Angst und Bange.

Max und Nicolas

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