NBA Saison 2016/17 – 5 players to watch!

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch wurde in Cleveland das Championship-Banner unter die Hallendecke gezogen – der erste Titel für ein Major-League-Team aus der Stadt am Lake Erie seit 52 Jahren! Mit dieser feierlichen Zeremonie wurde die neue NBA-Saison offiziell eröffnet. 30 Teams und über 450 Spieler kämpfen ab sofort um die Larry O’Brien Trophy in der stärksten Basketball-Liga der Welt.

In diesem Artikel zeigen wir euch fünf Spieler, die zu den aufregendsten und vielversprechendsten Akteuren der Liga gehören. Als Kriterium setzen wir voraus, dass die Spieler unter 23 Jahre alt sind und mindestens ein Jahr in der NBA hinter sich haben.

basketball_brief

Karl-Anthony Towns, PF/C, Minnesota Timberwolves
Saison 2015/16: 18.3 PPG, 10.5 RPG, 2.0 APG, 1.7 BPG, 2.2 TOPG

Karl-Anthony Towns wird am 15. November 2016 gerade einmal 21 Jahre alt und zählt dennoch zu den dominantesten Big Man der Liga. Sein Skillset bringt alles mit, was in der heutigen NBA gefragt ist – erstklassiges Ballhandling und Dribbling, ein kräftiger und beweglicher Körper, Scoring bis hinter die 3-Punkt-Linie (Saison 15/16: 34.1 3P%) und ein unheimlich hoher Basketball-IQ, der ihm gerade in der Defense zugute kommt. Den besten Beweis für seine technischen Fähigkeiten lieferte er beim vergangenen All-Star-Weekend, als er die Skills Challenge gewinnen konnte – und das bei Gegner wie Isaiah Thomas, Draymond Green oder CJ McCollum.
Von seinem neuen Coach Tim Thibodeau wird er gerade in der Defense unheimlich viel lernen und zum Leader der Minnesota Timberwolves heranreifen. Auch das Tempo und die Physis werden ihm  im neuen Jahr weniger Probleme bereiten, was sich gerade bei den Turnovers bemerkbar machen wird.

Karl Anthony Towns ist bereits heute einer der dominantesten Spieler der Liga, der sich vor niemandem verstecken muss … und er wird von Spiel zu Spiel besser!

2. Kristaps Porzingis, PF/C, New York Knicks
Saison 2015/16: 14.3 PPG, 7.3 RPG, 1.3 APG, 1.9 BPG, 1.7 TOPG

Als Porzingis in der Draft-Nacht von den eigenen Fans ausgebuht wurde, konnte noch niemand ahnen wie gut der 21-jährige Lette letztendlich in den Big Apple passt. Porzingis selbst sagte in seinem ersten Interview, er sei „ … glücklich darüber. So ist es einfach in New York und ich bin bereit dafür.“ 2,21 Meter geballtes Selbstvertrauen und keine Angst vor großen Herausforderungen machen aus ihm einen ganz besonderen Spieler, der in den nächsten Jahren zum absoluten Superstar reifen kann.

Seine Leidenschaft und die Furchtlosigkeit zeigen sich gerade unter dem offensiven Korb, wo er das ein oder andere mal zum krachenden Putback-Dunk ansetzen konnte und seine Gegenspieler fast lächerlich machte. Eine weitere Stärke ist das gute Shooting aus der Mitteldistanz (Saison 15/16: 42.1 2P%) und eine sehr saubere Wurfbewegung, wodurch auch der 3er bald überdurchschnittlich fallen dürfte (Saison 15/16: 33.3 3P%).

In der Defense zählt er bereits jetzt schon zu den Elite-Ringbeschützern, was nicht nur die 1.9 Blocks pro Spiel bezeugen. Mit seiner Größe und seiner Schnelligkeit macht er es jedem Gegenspieler unheimlich schwer am Korb abzuschließen. Viele Spieler werden es sich zweimal überlegen, ob sie den Zweikampf unter dem Korb mit dem „Latvian Gangbanger“ suchen.

3. Jabari Parker, SF/PF, Milwaukee Bucks
Saison 2015/16: 14.1 PPG, 5.2 RPG, 1.7 APG, 1.5 TOPG

Nachdem er verletzungsbedingt seine Rookie-Saison sehr früh beenden musste, zeigte Parker vergangenes Jahr ansatzweise sein riesiges Potential. Der 21-Jährige zählt zu den intelligentesten Spielern der Liga – auf und neben dem Court – wirkt aber manchmal zu introvertiert.

Mit seinen körperlichen Voraussetzungen muss er sich vor kaum einem Gegenspieler auf seiner Position verstecken, er besitzt das komplette Paket an Athletik und Geschwindigkeit. Mit ein wenig mehr Erfahrung und einigen Stunden im Kraftraum sollte er gerade beim Rebound noch bessere Zahlen auflegen können. Betrachtet man das Gesamtpaket, wird aus Parker wohl kein Elite-Verteidiger, er stellt aber bei weitem keine Schwachstelle dar.

Im Angriff trägt Jabari Parker in seinem dritten Karrierejahr noch mehr Verantwortung für die Bucks, da er als Scorer und Spielgestalter gefragt ist. Er besitzt einen geschmeidigen Wurf bis hinter die 3-Punkt-Linie, kann über Ringniveau abschließen und sogar unter dem Korb aufposten und seine Gegenspieler mit raffinierten Moves schlagen.

Für ihn könnte die Saison 2016/17 der endgültige Durchbruch sein, 18 Punkte und 8 Rebounds und 4.5 Vorlagen wären absolut machbar. Durch die Verletzung von Chris Middleton ist Parker gerade als Ballverteiler noch mehr gefragt, in der Verteidigung wird ihm die gesammelte Erfahrung zugute kommen.

4. D´Angelo Russell, PG, Los Angeles Lakers
Saison 2015/16: 13.2 PPG, 3.3 APG, 2.5 TOPG, 3.4 RPG

Der 20-jährige galt vor der NBA Draft 2015 als vielseitiger Aufbauspieler, der die perfekte Mischung aus Scoring und Passspiel mitbringt. Seine erste Saison wurde jedoch stark von Kobe Bryant´s Abschiedstour beeinflusst, wodurch Russell selten am Ball war und seine Stärken kaum einbringen konnte. Die neue Saison könnte für den jungen Point Guard den absoluten Durchbruch bringen, da er das Team im Angriff anführen wird und mit Luke Walton einen neuen Headcoach an der Seitenlinie hat, der ihm absolut vertraut. Das Vertrauen der Mitspieler muss er sich dank einiger Eskapaden im letzten Jahr leider erst wieder erarbeiten.

D´Angelo Russell gilt im Angriff als vielseitiger Spieler, der gefährlich bis hinter die 3-Punkt-Linie abschließt, mit seinem guten Ballhandling und einem schnellen Drive aber auch regelmäßig den Korb attackiert. Die 3.3 Vorlagen pro Spiel zeigen sein Potential als Spielmacher, sollten aber in den nächsten Jahren noch steigen. Gerade junge Aufbauspieler steigern sich hier in ihren ersten drei bis vier Saisons enorm.

In der Verteidigung fehlt ihm in einigen Situationen das letzte Quäntchen Schnelligkeit und Athletik, mit seiner enormen Körpergröße von 1,96 m kann er diese Defizite aber etwas auffangen. Auch hinter seiner Einstellung steht das ein oder andere Fragezeichen. Zu oft ruht er sich in der Verteidigung aus und spart sich die Energie für den nächsten Angriff.

Die Stärken des jungen Los Angeles Laker liegen ganz klar in der Offense und gerade hier dürfte sich seine Entwicklung noch deutlicher steigern. Er ist vielleicht sogar der aufregendste Spieler in dieser Saison, da er endlich aus dem Schatten von Kobe Bryant treten kann.

5. Emmanuel Mudiay, PG, Denver Nuggets
Saison 2015/16: 12.8 PPG, 5.5 APG, 3.2 TOPG, 3.4 RPG

Vergangene Saison gab es viele Zweifel daran, ob der 20-jährige Mudiay den 7. Pick der Draft wert ist. Nach seiner ersten Saison kann man diese Frage eindeutig mit „Ja!“ beantworten. Die Denver Nuggets besitzen ein äußerst talentiertes Team und Mudiay gilt als ungeschliffener Rohdiamant.

Verteilt auf 196 cm besitzt er eine überragende Mischung aus Athletik, Schnelligkeit und Ballhandling – außerdem ist er ein geborener Anführer und taucht in schwierigen Situationen nicht ab. Bisher fällt sein Wurf noch nicht hochprozentig, aber dank seiner Arbeitseinstellung wird er hier in Zukunft enorme Fortschritte erzielen. Was er bereits in seiner Rookie-Saison sehr gut erfüllte, war die Rolle als Spielgestalter, auch wenn 3.2 Turnovers pro Spiel auf den ersten Blick daran zweifeln lassen. Mudiay hat eine tolle Übersicht und ein erstklassiges Passspiel, wodurch er seine Mitspieler oft in guten Positionen einsetzen kann.

In der Verteidigung bringt er alle Voraussetzungen mit, um in Zukunft selbst die besten Aufbauspieler zu verteidigen, dank seiner Größe ist er auch als Rebounder nicht zu unterschätzen. Außerdem ist sich Mudiay nicht zu schade auch am eigenen Ende des Feldes hart zu arbeiten.

Insgesamt besitzt Emmanuel Mudiay ein riesiges Potential, um ein kompletter Basketballer zu werden. In Denver kann er sich ohne großen Druck weiterentwickeln und mit den jungen Teamkollegen zu einer echten Einheit zusammenwachsen. In zwei bis drei Jahren dürfte er die Franchise aus der Mile High City als Führungsfigur wohl wieder Richtung Playoffs lenken.

Nicolas

photo credits: Jerome Miron/USA TODAY Sports

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