NFL Week 7: Die Gewinner und Verlierer

Die Gewinner:

Matthew Stafford: Es waren noch 1:05 Minuten auf der Uhr, die Washington Redskins hatten gerade einen Touchdown zur 17:13-Führung erzielt. Doch im Football ist das noch lange kein Todesurteil, erst recht nicht mit einem Matthew Stafford in seiner momentanen Verfassung (Platz 6 im Quarterback-Rating). Detroit startete also an der eigenen 25-Yard-Linie, drei Pässe und zwei Timeouts später standen sie bereits an der 20-Yard-Line der Redskins – RedZone-Alarm! 31 Sekunden verblieben auf der Uhr, Passversuch, incomplete. 26 Sekunden auf der Uhr, Passversuch, wieder incomplete … spätestens jetzt stand Stafford in seinem 100. Karrierespiel unter Druck. Doch er behielt die Nerven und brachte den nächsten Pass für 18 Yards an den Mann, den Rest erledigte Wide Receiver Anquan Boldin. Mit 20:17 behielten die Lions letztendlich die Oberhand und konnten ihre Siegesserie auf drei Spiele ausbauen. Mit einer Bilanz von 4-3 bleiben sie jedoch auf dem 3. Platz in der NFC North, der Einzug in die Playoffs wird auch dieses Jahr nur sehr schwer zu erreichen.

Oakland Raiders: Mit dem 33:16-Sieg gegen die Jacksonville Jaguars lies man nichts anbrennen und konnte den ersten Platz in der umkämpften AFC West verteidigen. Die Offense der Raiders bewegt sich im Mittelfeld (Platz 11), die Defense hingegen ist die schlechteste der gesamten NFL! Und trotzdem finden die Raiders immer wieder Wege, ihre Spiele zu gewinnen. Das liegt zum einen an Headcoach Jack Del Rio und Quarterback Derek Carr, die kein Risiko scheuen und auch in brenzligen Situationen einen kühlen Kopf behalten – so zum Beispiel beim 35:34-Auftaktsieg in New Orleans (2-Point-Conversion 0:52 Minuten vor Schluss) – zum Anderen haben die Raiders gelernt, auch in engen Spielen (fast) fehlerfrei zu spielen. Die ersten 5 Saisonspiele (Bilanz 4-1) endeten jeweils mit nur einem Score Unterschied, in drei Spielen hätte sogar ein verwandeltes Field Goal über Sieg oder Niederlage entschieden. Die Playoffs sind angesichts der bärenstarken Konkurrenz der AFC West noch lange nicht erreicht, bei NFL-Fans haben sich die Raiders jedoch als RedZone-Favorit etabliert!

… eigentlich jede Defense! Es hagelte förmlich Interceptions (21), Fumbles (31), verschossene oder geblockte Field Goals – es war zum verzweifeln. Zwischenzeitlich machte ein Meme die Runde, auf dem Talkshow-Legende Oprah Winfrey Turnovers für alle versprach, man konnte fast Mitleid mit Case Keenum, Sam Bradford & Co haben. Für die Verteidigungsreihen war es hingegen ein gelungener Tag, gab es doch ganze fünf Defensive Touchdowns zu verzeichnen – Höchstwert in der bisherigen Saison.

 

Die Verlierer:

Geno Smith: Die ärmste Sau der NFL, man kann es nicht anders sagen! Aufgrund der schlechten Leistungen von Ryan Fitzpatrick war Smith erst vor dem Spiel in die Startaufstellung gerückt. In seinem ersten Spiel als Starting-Quarterback seit dem 28. Dezember 2014 konnte er vier von acht Passversuchen für 95 Yards an den Mann bringen, darunter auch ein äußerst sehenswerter Touchdown von Wide Receiver Quincy Enunwa. Smith wirkte zwar nicht bombensicher, er hätte den Konkurrenzkampf bei den Jets jedoch anheizen können – hätte! Leider zog er sich einen Kreuzbandriss zu und wird für den Rest der Saison ausfallen, wodurch auch seine Zukunft bei den Jets äußerst ungewiss ist. Wir wünschen ihm natürlich alles erdenklich Gute und hoffen, ihn noch einmal als Quarterback in der NFL sehen zu dürfen.

Die San Francisco 49ers: Nach dem 28:0-Auftaktsieg gegen die Rams wurden bei einigen Fans bereits Hoffnungen geweckt, die im Anschluss spektakulär von Carolina (46:27), Buffalo (45:16) oder auch Tampa Bay (34:17) zerstört wurden. Kritische Stimmen witzelten, dass die 49ers ihre 1-15-Saison immerhin mit einem Sieg beginnen konnten. Bevor jedoch Kontinuität auf dem Rasen einkehren kann, muss sich das Management eine Strategie für die Zukunft überlegen. Chip Kelly ist der dritte Headcoach in drei Jahren, er gilt jedoch als jemand, dessen Ideen Zeit braucht – vielleicht sollte man ihm diese Zeit einfach geben. Die drittschlechteste Defense und Platz 26 im Angriff lassen Spielraum für Verbesserung, viel schlechter kann es auch nicht mehr laufen.

Jared Goff: Ja, seine Preseason war besch … eiden, ja er hat noch einiges zu lernen und ja, das Problem der Rams ist (vielleicht?!) nicht der Quarterback sondern die Wide Receiver. Nach vier Interceptions und einem lustlosen Auftritt von Case Keenum (2016: 8 TD, 10 INT), wäre es aber rein psychologisch an der Zeit, dass der Nummer 1-Pick Goff seine erste Bewährungsprobe in der laufenden Saison erhält. Mit den bisherigen Leistungen sind die Playoffs und der NFC West absolut nicht zu erreichen, die Stadt hat aber Bock auf den 22-Jährigen, der in wenigen Jahren das Gesicht der Franchise am South Beach sein soll. Headcoach Jeff Fisher ließ nach dem Spiel jedoch kaum Kritik an Keenum zu und versicherte, dass man Goff behutsam aufbauen wolle … er wird sich also noch etwas gedulden müssen.

Nicolas

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s